KI-Kompetenz aufbauen: Wie unterschiedliche Generationen vorgehen (DD#5)
Sind unterschiedliche Generationen unterschiedlich fit im Umgang mit KI-Tools? Im Dings & Digital Podcast spricht Johannes Kasch von slashwhy mit Prof. Dr. Meike Wocken von der HAW Kiel darüber, warum weder "AI Natives" noch erfahrene Führungskräfte automatisch gut im Umgang mit KI sind und was Unternehmen jetzt wirklich brauchen.
Jung ist gleich KI-kompetent? Nicht unbedingt
Wer KI im Unternehmen einführen will, denkt schnell in Generationen. Die Jungen bringen es mit, die Älteren müssen nachlernen. Klingt plausibel, stimmt aber so nicht. Prof. Dr. Meike Wocken, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der HAW Kiel und frühere IT-Beraterin bei codecentric, dreht diese These im Dings & Digital Podcast klar um. Wer mit ihr spricht, merkt schnell: Die eigentliche Frage ist nicht, welche Generation KI besser beherrscht. Die eigentliche Frage ist, wer sie kritisch hinterfragt.
Johannes Kasch, Content Marketing Lead bei slashwhy, hat Meike Wocken auf unserem Event „KI meets Kiel" getroffen. Herausgekommen ist eine der ehrlichsten Einschätzungen zur KI-Kompetenz, die der Podcast bisher gehört hat. Meike Wocken vereint zwei Perspektiven, die selten zusammenkommen: die der Wissenschaft, als Professorin, die täglich beobachtet, wie Studierende mit KI umgehen und die der Praxis, wie Mittelständler beim Einsatz von KI und Daten agieren.
Hinweis: Dieses ist #1 von insgesamt zwei Podcast Folgen mit Prof. Dr. Meike Wocken und Johannes Kasch.
Die wichtigste Erkenntnis:
KI-Kompetenz ist kein Generationenthema. Weder sind junge Menschen automatisch fit im Umgang mit KI, noch sind Ältere automatisch überfordert. Was fehlt, bei Studierenden genauso wie in Unternehmen, ist das kritische Hinterfragen: Welches Tool brauche ich wofür? Was gebe ich dabei preis? Und was verlerne ich, wenn ich aufhöre, selbst zu denken?
Darum muss KI-Kompetenz neu gedacht werden
KI ist im deutschen Mittelstand angekommen, zumindest in der Diskussion. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 halten 68 Prozent der Führungskräfte KI für strategisch wichtig, aber nur 15 Prozent setzen sie produktiv ein. Folgt man dem Gespräch mit Meike, resultiert diese Lücke zwischen Anspruch und Realitä aus fehlender Kompetenz und Kultur und weniger aus fehlender Technik.
Meike Wocken beobachtet dasselbe Muster an der Hochschule. Studierende nutzen KI-Tools täglich, aber selten mit echtem Verständnis dafür, was sie da eigentlich tun. Datenschutzfragen bleiben aus. Der Ressourcenverbrauch wird nicht hinterfragt. Und die Erwartungen an die Tools sind so hoch, dass das eigene Urteil immer öfter hinten ansteht.
Was an der Hochschule beginnt, setzt sich in Unternehmen fort. Wer davon ausgeht, dass junge Berufseinsteiger, vermeintliche "AI Natives", KI bereits souverän und reflektiert einsetzen, sollte diese Annahme überprüfen. Und wer glaubt, dass ältere Mitarbeitende KI grundsätzlich ablehnen, liegt ebenfalls falsch. Eine aktuelle britische Studie mit 8.000 Befragten untersucht zudem die geschlechtsspezifischen Wahrnehmungen und der Nutzung generativer KI. Die Studie zeigt: KI-Ablehnung bei jüngeren Leuten und Frauen hat häufig nichts mit fehlender Kompetenz zu tun, sondern mit wertebasierter Skepsis gegenüber Ressourcenverbrauch, Datenschutz und ethischen Fragen. Der Graben verläuft demnach nicht zwischen den Generationen, sondern eher eher zwischen reflektierter und unreflektierter Nutzung.
Meike Wocken bringt dafür ein Bild mit, das sich einprägt. Im slashwhy Podcast vergleicht sie Digital Natives, die mit digitalen Lösungen aufgewachsen sind, und AI Natives, die im Zeitalter der Generative AI groß werden. Meike erklärt: „Digital Natives sind digital naiv." Und dasselbe droht den AI Natives, wenn niemand ihnen beibringt, kritisch hinzuschauen.
Darum muss KI-Kompetenz neu gedacht werden
KI ist im deutschen Mittelstand angekommen, zumindest in der Diskussion. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 halten 68 Prozent der Führungskräfte KI für strategisch wichtig, aber nur 15 Prozent setzen sie produktiv ein. Folgt man dem Gespräch mit Meike, resultiert diese Lücke zwischen Anspruch und Realitä aus fehlender Kompetenz und Kultur und weniger aus fehlender Technik.
Meike Wocken beobachtet dasselbe Muster an der Hochschule. Studierende nutzen KI-Tools täglich, aber selten mit echtem Verständnis dafür, was sie da eigentlich tun. Datenschutzfragen bleiben aus. Der Ressourcenverbrauch wird nicht hinterfragt. Und die Erwartungen an die Tools sind so hoch, dass das eigene Urteil immer öfter hinten ansteht.
Was an der Hochschule beginnt, setzt sich in Unternehmen fort. Wer davon ausgeht, dass junge Berufseinsteiger, vermeintliche "AI Natives", KI bereits souverän und reflektiert einsetzen, sollte diese Annahme überprüfen. Und wer glaubt, dass ältere Mitarbeitende KI grundsätzlich ablehnen, liegt ebenfalls falsch. Eine aktuelle britische Studie mit 8.000 Befragten untersucht zudem die geschlechtsspezifischen Wahrnehmungen und der Nutzung generativer KI. Die Studie zeigt: KI-Ablehnung bei jüngeren Leuten und Frauen hat häufig nichts mit fehlender Kompetenz zu tun, sondern mit wertebasierter Skepsis gegenüber Ressourcenverbrauch, Datenschutz und ethischen Fragen. Der Graben verläuft demnach nicht zwischen den Generationen, sondern eher eher zwischen reflektierter und unreflektierter Nutzung.
Meike Wocken bringt dafür ein Bild mit, das sich einprägt. Im slashwhy Podcast vergleicht sie Digital Natives, die mit digitalen Lösungen aufgewachsen sind, und AI Natives, die im Zeitalter der Generative AI groß werden. Meike erklärt: „Digital Natives sind digital naiv." Und dasselbe droht den AI Natives, wenn niemand ihnen beibringt, kritisch hinzuschauen.
Fragen & Antworten aus der Folge Dings & Digital
Wie verändert KI das Schreiben von Abschlussarbeiten und was verrät das über den KI-Einsatz im Arbeitsalltag?
Hochschulen sind oft der erste Ort, an dem sich zeigt, wie eine neue Technologie wirklich genutzt wird. Nicht so, wie es in Unternehmensstrategien steht, sondern so, wie es im Alltag passiert. Meike Wocken lässt KI in Abschlussarbeiten bewusst zu, weil sie die Hochschule als Raum sieht, in dem Studierende den Umgang damit lernen sollen. Aber sie beobachtet eine klare Verschiebung in der Qualität dessen, was dabei entsteht.
Auf der Oberfläche werden die Arbeiten besser, erklärt sie: „Die Arbeiten werden sprachlich immer besser. Diese Formulierungen, auch die Fehler, das nimmt alles ab, das liest sich auch sehr schön." Darunter aber fehlt häufig die Verknüpfung. Definitionen werden aneinandergereiht, ohne dass jemand fragt, warum sie sich unterscheiden oder wie sie zusammenhängen. Reine Literaturarbeiten stellt Meike deshalb nicht mehr, weil KI sie vollständig übernehmen kann.
Was bleibt, ist die menschliche Leistung: Inhalte nicht nur wiedergeben, sondern einordnen, verknüpfen und auf neue Situationen übertragen. Genau das ist im Arbeitsalltag genauso gefragt wie im Studium. Wer diese Fähigkeit verkümmern lässt, merkt es zuerst an kleinen Dingen, und irgendwann an größeren.
Was bedeutet „Digital Native" wirklich und warum ist der Begriff irreführend?
Der Begriff Digital Native klingt nach Kompetenz. Wer damit aufgewachsen ist, kann es doch auch bedienen. Meike Wocken hält dagegen: Vertrautheit ist nicht dasselbe wie Kompetenz. „Man geht davon aus, nur weil sie Digital Natives sind, können sie es auch bedienen, und das ist halt häufig leider nicht so der Fall."
Sie zitiert einen Satz, der die Sache auf den Punkt bringt: „Digital Natives sind digital naiv." Wer mit etwas aufgewachsen ist, hat es meistens passiv konsumiert, nicht aktiv durchdrungen. Das Smartphone war immer da, also wurde es genutzt, aber selten verstanden. Wann interagiere ich mit einer KI? Was bedeutet das für meine Daten? Wie entsteht das, was mir angezeigt wird? Das sind Fragen, die selten gestellt werden.
Für Unternehmen ist das eine wichtige Erinnerung: Digitale Vertrautheit ist kein Ersatz für digitale Urteilsfähigkeit. Beides muss aktiv entwickelt werden.
Was bedeutet „AI Native" und hinterfragen junge Menschen KI wirklich kritisch?
Der Begriff AI Native beschreibt junge Leute, die ihr gesamtes Studium, Schulzeit oder Ausbildung in Begleitung von KI verbracht haben. ChatGPT kam Ende 2022, wer damals anfing zu studieren, hat diese Tools von Anfang an als selbstverständlich erlebt. Die Frage ist, was diese Selbstverständlichkeit bedeutet.
Meike Wocken stellt fest, dass sie selten mit kritischem Bewusstsein einhergeht. Datenschutz, Ressourcenverbrauch, ethische Fragen rund um Training und Clickworker, das alles werde „einfach hingenommen, weil es ja immer da war." Junge Menschen seien „erstaunlich freizügig mit ihren Daten" und nutzten kostenlose Tools, ohne zu hinterfragen, was der eigentliche Preis dafür ist.
Gleichzeitig differenziert Meike Wocken: Eine aktuelle britische Studie zeigt, dass KI-Ablehnung bei jüngeren Leuten und Frauen häufig wertebasiert ist. Nicht „Ich kann es nicht nutzen", sondern „Ich will das nicht benutzen", wegen Ressourcenverbrauch, Datenschutz und ethischer Bedenken. Das Bild ist also komplexer als die pauschale These vom unkritischen AI Native. Für Unternehmen, die KI einführen, bedeutet das: Beide Gruppen brauchen Antworten, die einen auf Kompetenzaufbau, die anderen auf Werte und Transparenz.
Ist Deskilling durch KI eine reale Gefahr und was beobachtet Meike Wocken an der Hochschule?
Deskilling beschreibt das Phänomen, bei dem Menschen Fähigkeiten verlieren, weil sie Aufgaben dauerhaft an Technologie abgeben. Es ist kein neues Konzept, aber mit generativer KI gewinnt es eine neue Qualität, weil erstmals auch Wissensarbeit betroffen ist.
Johannes Kasch beschreibt im Dings & Digital Podcast seine eigene Erfahrung: Ein paar Wochen primär mit KI-Tools gearbeitet und das selbstständige Schreiben fällt plötzlich schwerer. „Ich merke wirklich, wie es mir dann schwerer fällt, mich wieder selbst reinzudenken." Meike Wocken bestätigt die Gefahr und ergänzt, was Kolleginnen und Kollegen an der Hochschule beobachten: Abschlussarbeiten werden qualitativ schwächer, weil eigene Thesen und Argumente ausbleiben. „Das Gefühl: Okay, da ist jetzt ein Ergebnis von KI, das muss ja besser sein als mein eigener Output. Als wenn da so ein bisschen Selbstbewusstsein verloren geht bei den Studierenden."
Die Forschungslage stützt das. Wer Lernprozesse durch KI abkürzt, vertieft und verinnerlicht die zugrundeliegenden Fähigkeiten nicht. Und wer diese Fähigkeiten nie entwickelt, weil er als AI Native von Anfang an auf KI zurückgegriffen hat, verliert sie nicht, er hat sie schlicht nie erworben.
Welche KI-Tools sind für welche Aufgaben sinnvoll und warum führt „die KI" als Begriff in die Irre?
Eines der klarsten Plädoyers im Gespräch ist Meike Wockens Einwand gegen den Begriff „die KI". Er suggeriert, dass es sich um eine einheitliche Technologie handelt, mit der man entweder umgehen kann oder nicht. Dabei gibt es eine breite Palette an Tools mit sehr unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Risiken.
Sprachmodelle wie ChatGPT können Texte formulieren und strukturieren, neigen aber zu Halluzinationen bei Faktenabfragen. Für aktuelle Informationen ist eine Internetsuche zuverlässiger und ressourcenschonender. Für wissenschaftliche Literaturrecherche gibt es spezialisierte Tools, die Querverweise zwischen Papieren aufzeigen und Forschungslandschaften strukturieren, etwas, das ein allgemeines Sprachmodell nicht leisten kann. Meike Wocken formuliert es als Auftrag für Studierende und Mitarbeitende gleichermaßen: „Ich möchte gerne sensibilisieren: Brauche ich überhaupt KI und für welche Aufgaben?"
Wer KI im Unternehmen einführt, sollte deshalb nicht fragen „Nutzen wir KI?" Die richtige Frage lautet: Welches Tool hilft bei welcher Aufgabe, was sind die Grenzen, und was geben wir dabei preis?
Wie kann KI sinnvoll als Lernpartner eingesetzt werden statt als Abkürzung?
Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Tool per se. Wer ein KI-Tool eine Aufgabe lösen lässt, ohne den Weg zu verstehen, hat eine Abkürzung genommen. Das Ergebnis ist da, aber der Lernprozess hat nicht stattgefunden. Die Kompetenz bleibt aus.
Meike Wocken beschreibt eine andere Nutzungsweise: KI als Sparringspartner, der erklärt wie er zu einer Lösung gekommen ist, neue Übungsaufgaben generiert oder Stoff in Form eines Quiz wiederholt. „Wenn ich dann das KI-Tool nutze, um mir neue Aufgaben geben zu lassen, um Stoff als Quiz wiederholen zu lassen, dann kann ich da große Vorteile generieren." Johannes Kasch bringt es im Gespräch auf eine Formel, die über den Hochschulkontext hinaus gilt: „Bitte sei nicht mein Lösungsgeber, bitte sei mein Sparringspartner."
Für Unternehmen bedeutet das: Der Unterschied zwischen KI als Produktivitätsfalle und KI als Entwicklungsinstrument liegt nicht im Tool, sondern darin, wie es eingeführt und genutzt wird. Das ist eine Führungsaufgabe.
Was sollten Führungskräfte im Mittelstand jetzt lernen: Technik oder etwas anderes?
Die Frage, womit Führungskräfte anfangen sollen, wenn sie KI-kompetenter werden wollen, bekommt von Meike Wocken eine klare Antwort: nicht mit Technik. Wer als Führungskraft KI einführt, hat die technologischen Grundlagen meistens bereits. Die eigentliche Aufgabe ist eine andere.
„Wie kann ich KI als neues Teammitglied vernünftig einführen? Wie kann ich das ins Team so einführen, dass es nicht als Gefahr wahrgenommen wird, sondern wirklich als weiteres Teammitglied, was mir halt eben Arbeit abnehmen kann?" Das ist eine Frage des Change Managements, nicht der Technologie. Und es geht noch einen Schritt weiter: Wer ein neues Tool einführt, muss gleichzeitig alte Prozesse aktiv abschaffen. „Man muss sich wirklich von alten Dingen befreien." Wer KI einführt, ohne Ballast zu beseitigen, schafft keine Entlastung, sondern zusätzliche Komplexität. Und wer vergisst, dass manche Mitarbeitenden KI aus wertebasierten Gründen ablehnen, wird auch auf die falschen Antworten setzen.
Ist KI-Kompetenz ein Generationenthema oder liegt die Wahrheit woanders?
Die These klingt einleuchtend: Junge Menschen wachsen mit KI auf, also können sie damit umgehen. Ältere müssen nachlernen. Meike Wocken hält dagegen und sie hat Belege dafür.
Eine aktuelle britische Studie mit 8.000 Befragten zeigt, dass die Nutzung von KI-Tools kaum von technischer Kompetenz oder Zugang abhängt. Stattdessen ist KI-Ablehnung bei Jüngeren und Frauen häufig wertebasiert: „Das gar nicht dieses ‚Ich kann es nicht nutzen', sondern ‚Ich will das nicht benutzen.'" Ethische Bedenken, Ressourcenverbrauch, Datenschutz, das sind die eigentlichen Ablehnungsgründe. Gleichzeitig zeigt Meike Wocken, dass auch AI Natives keineswegs automatisch reflektiert mit KI umgehen. Der Graben verläuft nicht zwischen Jung und Alt. Er verläuft zwischen denen, die hinterfragen, und denen, die es nicht tun. Für Unternehmen ist das eine wichtige Unterscheidung: Wer nicht nutzt, weil er nicht kann, braucht andere Antworten als jemand, der nicht nutzt, weil er nicht will.
Wie können Unternehmen konkret mit der HAW Kiel zusammenarbeiten?
Hochschule und Unternehmen, das klingt oft nach langen Vorlaufzeiten und komplizierten Abstimmungen. Meike Wocken zeichnet im Dings & Digital Podcast ein anderes Bild. Die Formate, die die HAW Kiel anbietet, sind vielfältiger und niedrigschwelliger als viele Unternehmen vermuten.
Neben klassischen Abschlussarbeiten, in denen konkrete Fragestellungen aus der Praxis bearbeitet werden, gibt es Semesterprojekte, in denen Studierendenteams über ein ganzes Semester an einer Aufgabe arbeiten und Lösungen auch implementieren können. Unternehmen können sich in Vorlesungen vorstellen, Praxiseinblicke geben und echtes Feedback von Studierenden erhalten. Ein Unternehmen stellte im Dezember seine Datenplattform vor und bekam direkt Rückmeldung: Was denken zukünftige Fachkräfte darüber? Meike Wocken macht es einfach: „Herzliche Einladung, einfach mal Kontakt aufzunehmen, dann kann man immer irgendwelche Wege finden.".
Fazit aus dem Gespräch mit Prof. Dr. Meike Wocken
Das Gespräch mit Prof. Dr. Meike Wocken im Dings & Digital Podcast macht eines deutlich: KI-Kompetenz aufzubauen ist keine Frage des Alters und keine Frage des Zugangs. Wer KI unreflektiert nutzt, ob jung oder alt, verliert mit der Zeit die Fähigkeit, selbst zu denken. Wer sie bewusst einsetzt, gewinnt einen echten Sparringspartner.
Die Hochschule zeigt, was passiert, wenn diese Reflexion ausbleibt: Arbeiten werden sprachlich besser und inhaltlich schwächer. Eigene Thesen verschwinden. Selbstbewusstsein nimmt ab. Was im Studium beginnt, setzt sich im Beruf fort.
Für Führungskräfte im Mittelstand bedeutet das: Der wichtigste Schritt ist nicht, das richtige Tool zu finden. Es ist, eine Kultur zu schaffen, in der kritisches Hinterfragen erwünscht ist, in der KI Arbeit abnimmt statt Kompetenzen, und in der der Wandel aktiv begleitet wird. Wer das ernst nimmt, merkt schnell: Change Management ist die eigentliche KI-Kompetenz, die Unternehmen gerade brauchen.
Den vollständigen Dings & Digital Podcast mit Prof. Dr. Meike Wocken gibt es jetzt auf Spotify und Apple Podcasts.

