Why slashwhy?

Die Story hinter der Marke oder der lange, steinige Weg der Namensfindung.

vonVanessa KristahninCulture

Why slashwhy?

Wenn man eine neue Marke entwickeln möchte, gibt es viele unterschiedliche Methoden und mehr als einen möglichen Weg zum Ziel. Es gibt zahlreiche "Dos & Don'ts" und es gilt wahnsinnig viele Aspekte zu berücksichtigen. Wer jetzt sofort an die markenrechtliche Prüfung denkt, dem sei gesagt: Klar, die ist wichtig! Aber das war bei der Namensfindung von slashwhy rückblickend nicht die allergrößte Herausforderung. Wie viele Kriterien ein guter Markenname tatsächlich erfüllen muss und wie mühsam und arbeitsintensiv der Prozess der Markenentwicklung sein kann, versteht man wirklich erst, wenn man selbst einmal daran mitgewirkt hat.

Sollen wir einen Namen würfeln?

Die Marke soll selbstverständlich völlig einzigartig sein, man soll den Namen gut aussprechen können - mindestens als deutsche:r und englische:r Muttersprachler:in -, er soll kurz und einprägsam sein, es darf keine Missverständnisse hinsichtlich der Schreibweise geben und man muss drauf achten, dass es keine unerwünschte (Doppel-)Bedeutung des Namens - in welcher Sprache auch immer - oder unerwünschte phonetische Ähnlichkeiten gibt. 

Der Begriff soll am liebsten ein Kunstwort mit möglichst wenig Treffern bei Google sein, der noch in Kombination mit allen denkbaren Top-Level-Domains registrierbar ist. Dennoch soll der Name eine Bedeutung und einen inhaltlichen Bezug zum Unternehmen haben. Dann gibt es natürlich auch noch sowas wie positive und negative Assoziationen sowie natürlich den subjektiven Geschmack aller Beteiligten. Und schlussendlich muss der Name dann eben auch noch der markenrechtlichen Prüfung standhalten.

Authentizität und Identifikation

Wahrscheinlich wäre es am einfachsten gewesen, Profis zu beauftragen: eine Markenagentur, die sowas schon zig Mal gemacht hat. Aber wir wären nicht wir (und heute nicht slashwhy) wenn wir hier den einfachsten Weg gegangen wären. Vielleicht wären wir so schneller ans Ziel gekommen, aber das hätte ganz sicher nicht zu diesem für uns perfekten Ergebnis geführt. Denn es gab noch ein weiteres, entscheidendes Kriterium für uns und das heißt Authentizität. Gerade in einem Unternehmen, das sich so stark über eine moderne, transparente und partizipative Unternehmenskultur definiert und durch eine hohe Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen auszeichnet, wie unseres, muss sichergestellt werden, dass sich möglichst alle mit dem neuen Firmennamen identifizieren können.

Daher war klar, dass die neue Marke im eigenen Unternehmen entwickelt werden muss - und zwar nicht durch die Gründer oder das Marketing hinter geschlossenen Türen, sondern in einem interdisziplinären Namensfindungs-Team. Der Vorteil: Die Team-Mitglieder:innen brachten ganz unterschiedliche Perspektiven und daraus resultierend unterschiedliche Anforderungen mit ein. Außerdem sollten alle Mitarbeiter:innen im Unternehmen die Chance bekommen, eigene Ideen, Vorschläge und Kriterien beizusteuern und zu diskutieren. Wir haben also viel Zeit und Arbeit investiert, aber wir sind sicher: Das war eine gute Investition, denn großartige Ideen entstehen nicht "im stillen Kämmerlein"! 

Für die finale Entscheidung war das Namensfindungs-Team verantwortlich und für die Entwicklung des Logo-Konzepts ganz besonders ein Kollege aus unserem UI-/UX-Chapter (Credits to Robin Schwarz) - und wir haben es wirklich ziemlich spannend gemacht! Der neue Name slashwhy war schließlich trotz des partizipativen Prozesses für die meisten Kolleg:innen eine Überraschung.

Warum aber nun slashwhy oder kurz gefragt: y/Y?

Die Suche nach einem neuen Markennamen war ein stückweit verbunden mit der Suche nach unserer Markenidentität: Was macht uns besonders? Was unterscheidet uns von anderen Unternehmen? Dazu fallen uns eine ganze Menge Antworten ein, aber ein ganz entscheidender Teil unserer Markenidentität ist die immer wiederkehrende Frage nach dem "WARUM", nach dem Sinn und dem Antrieb dessen, was wir tun. Diese Denk- und Vorgehensweise, geprägt von Simon Sineks Modell des Golden Circle, haben die slashwhy-Gründer Timo Seggelmann und Ludger Ahlers schon lange vor der Neufirmierung im Unternehmen etabliert. Jeder im Unternehmen weiß: wer eine Idee oder ein Konzept vorschlägt, muss noch nicht die fertige Lösung skizzieren können, aber eine gute Antwort auf die Frage nach dem "WARUM" parat haben.

Unser Markenname slashwhy betont zwei Aspekte, die uns besonders wichtig sind: die (menschlichen) Beziehungen und das (gemeinsame) "WHY", den höheren Sinn und Zweck. Wenn man unser Unternehmen und die Menschen, die dieses prägen, kennt und dann diesen Text liest, erklärt sich die Marke slashwhy hoffentlich ziemlich gut. Vielleicht kommt einem unser Name sogar total naheliegend vor, als hätte es gar keinen anderen geben können. Doch natürlich hätte es andere Namen geben können und wir vermeiden es hier lieber, alle möglichen Ideen, die während der mühsamen, eingangs geschilderten Entstehung im Gespräch waren, zu benennen. 

Mit slashwhy ist uns schließlich das fast Unmögliche gelungen, nämlich alle Kriterien und Ansprüche an einen neuen Firmennamen unter einen Hut zu bringen und dazu noch ein grandioses Markenkonzept zu entwicklen. Das Entscheidende ist aber: slashwhy fühlt sich gut und richtig an.

Es geht um Beziehungen und um den höheren Zweck.

Auch der Begriff "Slash" in slashwhy hat natürlich eine Bedeutung: Wir entwickeln Software und der Slash (Symbol: /) ist ein gebräuchliches Zeichen in der Mathematik und somit auch in der Welt der Informatik. Es ist vor allem aber auch ein Symbol, welches verwendet wird, um Dinge in Beziehung zueinander zu setzen. Wir haben uns für dieses Symbol entschieden, um auszudrücken, dass wir Software und Menschen miteinander in Beziehung setzen. Wir verbinden Menschen und Maschinen und stellen dabei den Menschen, den Nutzer in den Mittelpunkt. Und natürlich verbinden wir auch Menschen, Individuen mit ganz unterschiedlichen Talenten und Fähigkeiten, die in interdisziplinären Teams für ein gemeinsames "WHY" arbeiten.

Wir wollten unserem Markennamen also Bedeutung geben, haben uns aber bewusst entschieden, nicht unsere Leistungen, also unser "WHAT", nach vorne zu stellen, sondern das "WHY". Unsere Leistungen wollen wir agil an den Anforderungen unserer Kunden und am Markt ausrichten. Dass wir uns jedoch langfristig auf ein gemeinsames "WHY" jenseits von wirtschaftlichen Zielen verständigen, dass wir alles, was wir tun, immer wieder kritisch hinterfragen und dass wir gemeinsam mit unseren Kunden jede Produktidee, jede Lösungsvision challengen - das macht uns besonders.

Über die Autorin

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    Über Vanessa Kristahn

    Als Marketing Manager bei slashwhy bildet Vanessa mit ihrem Team die kreative und kommunikative Schnittstelle zum Markt. Mit mittlerweile mehr als 15 Jahren Erfahrung im B2B-Marketing ist Vanessa Expertin für die Vermarktung komplexer und erklärungsbedürftiger Themen – wie zum Beispiel Software. Ihr Herz schlägt dabei vor allem für gute Texte und interessante Stories.